Projektwoche September 2008

Vom 15. bis zum 19. September fand am Pückler-Gymnasium in Cottbus eine besondere Unterrichtswoche statt. Während die Schüler der 10. und 12. Klasse ihre Klassenfahrten im Ausland genossen, bereiteten sich die Abiturienten der 13. Klasse speziell auf ihre Abschlussprüfungen vor. Die anderen Schüler des Gymnasiums führten verschiedene Projekte durch. Diese reichten von Klima- und Wettebeobachtungen über kreatives Schreiben bis hin zu künstlerischen Arbeiten. Bevor die Arbeit begann, richtete der Schulleiter Herr Dr. Friedemann einige begrüßende Worte an die Teilnehmer der einzelnen Projektgruppen und wünschte ihnen viel Spaß und Erfolg. Im Anschluss daran begaben sich die Schüler und die betreuenden Lehrer in die entsprechenden Klassenräume um die Projektarbeit zu planen und erste Aufgaben zu erteilen.

 

Die Jüngsten der Schule bekamen die Aufgabe in verschiedenen Gruppen einige Lerntechniken zu erarbeiten und diese anzuwenden. Die 5. Klasse besuchte außerdem den Cottbuser Tierpark und fertigte Steckbriefe der dort lebenden Tiere an. Das Methodentraining, welches zu den Aufgaben der 6. Klasse gehörte, ist besonders für die jüngeren Schüler wichtig, da es sie ihre ganze Schullaufbahn begleiten wird. Des Weiteren wurden die Schüler auf ihre Teamfähigkeit und Konzentration geprüft und geschult.

 

Die 7. Klasse wurde in zwei Gruppen geteilt. Während sich eine Gruppe über die Geschichte des Namengebers des Gymnasiums Hermann von Pückler-Muskau informierte und nebenbei in abwechslungsreichen Übungen etwas über das Halten von erfolgreichen Präsentationen lernte, besuchte die andere Gruppe des Jahrgangs das Staatstheater in Cottbus. In vielen spielerischen Übungen lernten die Schüler effektiv wie man sich im Alltag zurechtfinden kann. Selbst für das Überleben auf der Bühne wurden Grundsteine gelegt. Außerdem hatten die Schüler die Möglichkeit dem Schauspieler Herr Bredn des Piccolotheaters einige Fragen zu stellen.

 

Die 8. Klasse wurde in vier Kurse eingeteilt, die sich mit jeweils einem der naturwissenschaftlichen Fächer Physik, Biologie, Chemie und Informatik/WAT (Wirtschaft/Arbeit/Technik) befassten. Der Physik-Kurs behandelte das Thema Elektrizitätslehre und führte dazu einige Experimente durch. Der Chemie-Kurs beschäftigte sich ebenfalls mit der Elektrizität und überprüfte in diesem Sinne verschiedene Stoffe auf ihre Leitfähigkeit. Im Biologie-Kurs informierten sich die Schüler über nachwachsende Rohstoffe in der Lausitz. Außerdem wurden galvanische Elemente untersucht und der Bezug zur Physik hergestellt.  Die Schüler des Informatik- und WAT-Kurses informierten sich besonders über die Berufe, die der Betrieb Vattenfall anbietet, da es einer der größten Energiekonzerne in unserer Umgebung ist. Außerdem unterhielten sie sich über die in der Lausitz vorkommenden Energieressourcen. Ebenfalls zur 8. Klasse gehörten drei musische Gruppen die sich jeweils mit der Musik, der Kunst und der Literatur im Mittelalter beschäftigten.

 

Auch die 9. Klasse wurde in verschiedene Gruppen unterteilt. Zwei der Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit und Gewalt und setzten sich mit dem Umgang von Gefühlen und Emotionen auseinander. Sie sahen sich das Theaterstück ’Amok’ an bei dem es um einen Jungen geht, dessen Probleme ihm über den Kopf wachsen. Dieses Stück soll darauf aufmerksam machen, über seine Probleme zu reden bevor sie zuviel werden. Im Anschluss sollen sie selbst ein Theaterstück zum Thema entwerfen. Die zweite Gruppe soll dazu Comics erstellen und ein Plakat anfertigen. Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit Naturwissenschaften und untersuchte den Madlower Badesee. Während die Chemiker Boden- und Wasserproben nahmen, erforschten die Biologen die Flora und Fauna in und um den See. Die Geologen befassten sich mit der Temperatur und der Windstärke und –Geschwindigkeit die am See vorherrscht. Auch die Wetter- und Klimaabläufe rund um Cottbus gehörten zu ihren Teilgebieten.

 

Der Psychologie-Kurs der 11. Klasse befasste sich mit Hochbegabten, Wunderkindern und Savants. Letztere sind Menschen, die oftmals eine kognitive Behinderung haben und in einem bestimmten Bereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen. Sie verschafften sich einen Überblick über den Alltag dieser Menschen und versuchten sich an verschiedenen Tests, um zu sehen ob auch sie sich ‚Hochbegabt’ oder ‚Wunderkind’ nennen dürfen.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit plastischer Kunst und formte verschiedene Figuren aus Alufolie und Draht sowie aus Eva-Plast.

Die Schüler der Mathe-Gruppe lösten Gleichungssysteme mit Hilfe von Computern und erlernten einige Tricks zur schnelleren Bewältigung von Hausaufgaben. Sie besuchten zum Abschluss das Dieselkraftwerk in Jänschwalde.

In der Deutsch-Gruppe beschäftigte man sich mit kreativem Schreiben. Hier sollten Talente nicht nur entdeckt, sondern auch entwickelt werden, was in der kleinen Gruppe besonders gut möglich war.

Kanada ist ein Land, das bekannt für seine abenteuerlichen Landschaften ist. Deshalb versuchten sich die Schüler der Gruppe, die sich mit dem Land beschäftigt, am ersten Tag der Projektwoche an einer Kletterwand der BTU Cottbus. Ebenfalls auf dem Programm der Gruppe standen ein Bibliotheksbesuch sowie die Einladung einer Kanadierin, die etwas über das Land und das Leben in Kanada erzählte.

Des Weiteren gab es eine Sport-Gruppe die sich mit der Sportart Tennis beschäftigte.

 

Der Sportkurs der 12. Klasse setzte sich mit der Sportart Badminton auseinander. Während die Übungen anfangs noch leicht waren, wurden die Anforderungen immer höher gesetzt. Dabei sollten die Schüler die Möglichkeit bekommen, auch andere Sportarten kennen zu lernen und Erfahrungen in diesen zu sammeln.

 

Die Ergebnisse der verschiedenen Gruppen wurden am Freitag in der Turnhalle präsentiert. Dabei stellten die Schüler ihre Erzeugnisse auf Tischen aus, hielten Vorträge oder führten ihre selbst erdachten Theaterstücke vor, während die Zuschauer dem bunten Treiben aufmerksam und interessiert lauschten. Die Projektwoche hat den Schülern gezeigt, dass Lernen auch Spaß machen kann.

 

Zum Abschluss dieser besonderen Unterrichtswoche bekam die Schule vom Landrat des Spree-Neiße-Kreises Herrn Friese einen Klassensatz Laptops gestiftet, der das Lernen für die Schüler leichter und vor allem interessanter machen soll.