Gymnasiale Oberstufe - Fachbezogene Kompetenzen

  1. Fachwissen - souveräner Umgang mit naturwissenschaftlichem Wissen

  • biologische Grundkenntnisse über Erscheinungsformen des Lebens

  • Grundverständnis von biologischen Phänomenen, Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten und Regeln

  • Anwendung des Wissens im souveräner Umgang mit alltäglichen und naturwissenschaftlichen Problemen sowie beim selbständigen Weiterlernen durch gute Anschlussfähigkeit


  1. Erkenntnisgewinnung - Grundlegende fachliche, naturwissenschaftliche und allgemeine Arbeitsweisen und Methoden

  • Beobachten, vergleichen, Mikroskopieren, Experimentieren, Textanalyse und Textinterpretation, Datenmessung und -auswertung,Bestimmen/Klassifizieren,Hypothesenbildung und Hypothesenüberprüfung, Modellentwicklung


  1. Kommunikation - aktives und souveränes Kommunizieren als Voraussetzung für aktive Teilnahme am Alltags- und Berufsleben

  • Beschreiben, erklären, diskutieren, Verwendung der Fachsprache, zeichnerische, schematische, tabellarische, graphische Veranschaulichung biologischer Sachverhalte, Protokolle, Präsentation


  1. Reflexion - Prüfung und Bewertung naturwissenschaftlicher Sachverhalte

  • Kritisches Überprüfen, diskutieren und bewerten naturwissenschaftlicher Aussagen, besonders in den Bereichen Technik, Umwelt, Gesundheit

 

Diese Fachkompetenzen werden, ausgehend von den unterschiedlichsten Erscheinungsformen des Lebens und deren Ursachen, in folgenden Leitlinien bzw. Basiskonzepten erworb

  • Struktur und Funktion

  • Reproduktion

  • Kompartimentierung

  • Steuerung und Regelung

  • Stoff- und Energieumwandlung

  • Information und Kommunikation

  • Variabilität und Angepasstheit

  • Geschichte und Verwandtschaft


Dabei erscheint es als besonders zielfördernd, biologische Phänomene umfassend zu erklären.

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Erklärungstypen:



Beispiel aus der Ökologie

Deskriptive Erklärungen

Eine Tatsache wird auf naheliegende beobachtbare Faktoren zurückgeführt

Vorkommen einer Pflanze wird auf ihre Ansprüche an den Standort zurückgeführt

Kausale Erklärungen

Tatsachen werden auf die zugrundeliegenden physiologischen Mechanismen (chemisch-physikalischen) zurückgeführt

Genetisch bedingte, spezifische morphologische Strukturen ermöglichen spezifische Stoffwechselleistungen

Evolutive Erklärungen

Tatsachen werden in ihrer evolutionären Bedingtheit und unter Bezugnahme auf die Geschichte der Biosphäre erklärt

Selektiver Vorteil und damit Sicherung der Arterhaltung durch Besetzen einer freien ökologischen Nische

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Operatoren

Schülertätigkeit

kurze inhaltliche Darstellung Anforderungsbereich(e)

Nennen

Aufzählung von Fakten, Begriffen und Daten unter Verwendung quantitativer Angaben

I

Definieren

Suche des Oberbegriffs und Darstellung der invarianten Merkmale eines Objekts

I oder II

Darstellen

Umfassendes und eingehendes Wiedergeben mit Hilfe von Texten, Skizzen und Tabellen

(Art der Darstellung muss in der Aufgabenstellung festgelegt sein)

I oder II

Beschreiben

Wiedergabe der Merkmale von Objekten, zusammenhängend und umfassend

I

Zeichnen, Anfertigen

Skizzen, Diagramme, mikroskopische Zeichnungen, Schemata

I oder II

Begründen

Ursache und Auswirkungen zueinander in Beziehung setzen

II oder III

Erklären

Beschreibung eines zu klärenden Sachverhaltes und Aufdecken der Ursachen und der zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge, Frage nach dem WARUM beantworten

II oder III

Erläutern

Veranschaulichende Darstellung eines Sachverhaltes mit Hilfe von Beispielen, Begriffen

I oder II

Entwickeln

Schrittweiser Nachvollzug eines bekannten oder eines komplexen Gedankenganges

I und II

Beurteilen

Differenzierte Darstellung eines komplexen, meist problematischen Sachverhaltes

II und III

Interpretieren

Betrachten eines Sachverhaltes in einem bestimmten Zusammenhang, auslegen, deuten

II

Vergleichen

Feststellen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bzw. Ähnlichkeiten mit dem Ziel, Folgerungen zu formulieren

II

Hypothese entwerfen

Aufstellen von begründeten Vermutungen, dass hinter einem Versuchsergebnis, einer Beobachtung u. a. eine Gesetzmäßigkeit steht

III

Bewerten

Darlegung von Gründen für Akzeptanz und Ablehnung

II oder III

Diskutieren

Mit Hilfe von pro- und kontra- Argumenten systematische Antworten entwickeln, bzw. sich mit Hilfe einer pro- und kontra- Argumentation sich mit einer These auseinander zu setzen, einschließlich Bewertung

II oder III

Erörtern

A Zentrale Problemstellung wird bestimmt, gedanklich dargestellt

B Kritische Stellungnahme

Auseinandersetzung mit den vertretenen Positionen, um daraus

C einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und begründen

II und III

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