Geschichte Heinrich-Heine-Gymnasium

Erste Erwähnung fand unser Gymnasium als Cottbusser Lateinschule im Jahre 1435, jedoch bewiesen zahlreiche Cottbuser Studenten an europäischen Universitäten durch vorhandene Lateikenntnisse, dass unsere Stadt schon im 14. Jahrhundert eine Lateischule besessen haben muss. Ihre Blüte erreichte sie erst im 17. Jahrhundert und offiziell wurde die Lateinschule nordwestlich der Oberkirche 1715 eingeweit.

Damals bekamen dort ausschließlich Jungen meist vermögender Eltern die Grundlagen für ein späteres Studium an Hochschulen und Universitäten vermittelt. Dazu gehörten neben Mathematik und Naturwissenschaften vor allem Sprachen wie Griechisch und natürlich Latein.

Nach einer Umbenennung in "Lyceum", erhielt die Schule 1820 den Namen "Friedrich-Wilhelm-Gymnasium". Es vergingen weitere 47 Jahre, bis der erste Umzug stattfand, und zwar in ein nagelneues Gebäude, das heute die 16. Grundschule beherbergt. Dort blieb man bis 1911, dann packten alle ihre Siebensachen und zogen in die "Augusta-Schule" ein. Nicht nur der Standort änderte sich, sondern auch die Schüler, denn man richtete reine Mädchenklassen ein.

Erst zum Ende des zweiten Weltkriegs gab es gemischte Klassen. 135 Lehrkräfte versuchten nun ca. 4000 Schülern etwas beizubringen. Später kam es zu einer erneuten Umbenennung in "1. EOS ( Dr. Theodor Neubauer)" und zur Erweiterung des Angebotes durch Polnisch- und Tschechischunterricht.

Das 1. Gymnasium zog später in die Stormstraße und anschließend in die Drebkauer Straße. In dieser Zeit entstanden die Tradition der Schulkonzerte, eine enge Zusammenarbeit mit dem Konservatorium sowie unser Schulfunk. Die Einrichtung von Musikklassen zu Beginn unseres Jahrzehnts gab man nach einiger Zeit wieder auf, doch die musikalischen Aktivitäten blieben. Außerdem kam in diesen Jahren zum ersten Mal eine Schülerzeitung heraus.

Im Verlauf unserer Schulgeschichte entwickelten sich zahlreiche Partnerschaften zu anderen Städten wie Znojmo, Poznan, Kosice, Zielona Gora, Saarbrücken, Brühl und Kaarst und es werden hoffentlich noch einige hinzukommen.

Trotz der vielen Jahre gab es nur drei Ereignisse, die den Schulbetrieb zum Erliegen brachten. Dies waren der Stadtbrand 1600, die letzten Tage des zweiten Weltkriegs und ein Bombenalarm am 30. 10. 1990. Ansonsten wurde die Lehr- und Lerntätigkeit fast nie unterbrochen.

Auf Grund der langen Geschichte unseres Gymnasiums sind wir heute in der Lage auf viele bekannte "Vorgänger" zurückzublicken. Da wären beispielsweise die Dichter E. J. Pyra und Musäus, die Ägyptologen Ebert und Ebers, der Naturforscher Ludwig Leichardt, der Maler Carl Blechen und Bischof Briesmann.